Förderbedingungen

Vorbemerkungen

Bei dem Förderkonzept wird davon ausgegangen, dass die Mehrwertsteuer förderfähig ist.

Der Kreis der Zuwendungsempfänger wurde nicht eingeschränkt, da unter dem Motto „Zusammerland“ möglichst viele verschiedene Akteure aktiv einbezogen werden sollen.

Es sind zwei Fördertöpfe vorgesehen, ein Topf für die Förderung von Projekten mit EU-Beteiligung und ein Zusatztopf, aus dem kommunale Mittel nach kommunalem Recht vergeben werden. Dieser Topf wurde geschaffen, um auch kleine Projekte und ggf. bewegliche Güter zu fördern, die ggf. nach LHO und EU-Recht nicht gefördert werden können. Dieses Vorgehen wurde als sehr wichtig erachtet, um insbesondere Aktivitäten von Vereinen und privaten Projektträgern berücksichtigen zu können. Um ausufernde Anträge und Förderungen zu vermeiden, wurde jeweils für unterschiedliche Projektträger eine Maximalförderung vorgesehen. Damit wird auch ermöglicht, eine größere Anzahl von Projekten zu fördern und mehr Einrichtungen an der Förderung teilhaben zu lassen.

Für die Förderung mit EU-Beteiligung sind folgende Regelungen vorgesehen:

Förderhöhe mit EU-Beteiligung

Der EU-Betrag in Bezug auf die förderfähigen Kosten soll jeweils wie folgt festgelegt werden:

Kriterium EU-Beitrag Öffentliche Kofinanzierung Eigenfinanzierung durch Projektträger
Regionalmanagement 80 % ¼ des EU-Beitrags  
Fließgewässerentwicklung 80 % ¼ des EU-Beitrags
Anmerkung: die Kofinanzierung erfolgt hier zu je 1/8 durch Kommunen und 1/8 durch Wasser- und Bodenverbände
 
Private Träger, hier Vereine und andere gemeinnützige Träger wie z.B. Genossenschaften * 60 % ¼ des EU-Beitrags Restliche Kosten
Private Träger/ Betriebe / Genossenschaften * 40 % ¼ des EU-Beitrags Restliche Kosten
Öffentliche Träger 50 % ¼ des EU-Beitrags Restliche Kosten

Für die Fließgewässerentwicklung sollen 80 % der förderfähigen Kosten gefördert werden. Dabei sollen 80 % der förderfähigen Kosten aus EU-Mitteln, die restlichen Kosten jeweils zur Hälfte von den Kommunen und den Wasser- und Bodenverbänden getragen werden.

Handelt es sich bei dem Projektträger um einen Verein oder aus einer gemeinnützigen Einrichtung oder gemeinnützigen Genossenschaft *, soll die Förderung zu 60 % aus EU-Mitteln und 15 % nationaler öffentlicher Kofinanzierung erfolgen. Der Eigenbeitrag der Vereine muss mindestens 10 % betragen. Dabei soll die Einbringung von Eigenleistungen im Rahmen der Vorgaben der LEADER-Richtlinie möglich sein (Die Förderung darf den Umfang der baren Leistungen des Projektträgers nicht überschreiten).

Für private Träger/ Betriebe/ Genossenschaft * soll die Förderung zu 40 % aus EU-Mitteln bestehen. 10 % werden in der Regel durch die Kommunen geleistet, die restlichen 50 % durch Eigenmittel der Projektträger.

Bei öffentlichen Trägern stammen 50 % der Förderung aus EU-Mitteln.

Um eine ausufernde Nutzung von Fördermitteln durch einzelne Projektträger zu vermeiden, soll der jeweilige Zuwendungsbetrag gedeckelt werden.

Für Kooperationsprojekte mit anderen LAG gelten die gleichen Regeln wie für die restlichen Projekte.

Die Deckelung soll wie folgt aussehen:

Projektträger Maximale Zuschusssumme in € pro Projekt Maximale Zuschusssumme in € pro Projekt Anmerkung
Verein/ gemeinnützige Träger, z.Bsp. Genossenschaften * 50.000  
Kommune oder öffentlicher Träger 100.000 Bei mehreren Kommunen und regionalen Projekten: 200.000 €
Private Träger/ Betriebe/ Genossenschaft * 40.000  
Kooperationsprojekte 25.000  

* In der Sitzung der LAG am 24.2.2016 wurden die rot markierten Änderungen im REK von der LAG beschlossen und vom Ministerium anschließend genehmigt.

* In der Sitzung der LAG am 17.8.17 wurde die Deckelung für Kooperationsprojekte aufgehoben.