Was ist LEADER?

LEADER ist ein europäisches Förderprogramm, das auch in Niedersachsen umgesetzt wird und der Entwicklung ländlicher Räume dient.

Seit 1991 erprobt die EU mit der Gemeinschaftsinitiative LEADER diesen gebietsbezogenen Entwicklungsansatz.
LEADER steht für "Liaison entre actions de développement de l´économie rurale" (Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft).

(Unter diesem Text finden Sie zwei erläuternde Videos der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume DVS).

Es gab bisher 4 Förderphasen: LEADER I von 1989 bis 1993, LEADER II von 1993 bis 1999 mit den Thema "Wasser schützen, Wasser nutzen“, LEADER+ von 2000 bis 2007 sowie LEADER 2007 - 2013. Im Jahr 2014 hat die neue LEADER-Förderperiode begonnen, die bis zum Jahr 2020 läuft.

In Niedersachsen wurden für die Förderperiode 2007 - 2013 32 LEADER-Gebiete ausgewählt. Für den Förderzeitraum 2014 - 2020 wurden 41 Regionen ausgewählt.

Wichtig für die LEADER-Methode sind folgende Aspekte:

Der Gebietsbezogene Ansatz bedeutet, dass für ein klar abgegrenztes Gebiet ein Entwicklungskonzept erarbeitet und umgesetzt werden muss. Dieses Konzept wurde im Ammerland für die fünf Kommunen Bad Zwischenahn, Edewecht, Rastede, Wiefelstede und Westerstede mit dem Motto „Zusammerland“ in 2014 erarbeitet. Die Gemeinde Apen gehört auch zum Landkreis Ammerland, ist aber Teil der LEADER-Region „Fehngebiet“.

Der Bottom-Up-Ansatz bedeutet, dass das Entwicklungskonzept unter Beteiligung von Wirtschafts- und Sozialpartnern, Kommunen und der Bevölkerung erarbeitet werden soll. Damit soll erreicht werden, dass die REK (regionalen Entwicklungskonzepte) die Entwicklungsansätze identifizieren, die für die Region angemessen sind. Außerdem soll auf diese Weise bewirkt werden, dass die Menschen die Entwicklung der Region selbst mit in die Hand nehmen.

Der integrierte Ansatz bedeutet, dass alle Bereiche der Entwicklung miteinander in Beziehung gesetzt werden sollen und nicht ein Entwicklungsbereich oder ein Sektor isoliert betrachtet und bearbeitet wird.

Die LAG, die Lokale Aktionsgruppe, ist ein Entscheidungs- und Aktionsgremium, das wenigstens aus 50% Wirtschafts- und Sozialpartnern bestehen muss. Die LAG entscheidet über die Verwendung der LEADER-Gelder, die jedem Gebiet für den Förderzeitraum zur Verfügung stehen.

Partnerschaft bedeutet, dass sowohl öffentliche und private Einrichtungen miteinander kooperieren wie auch die unterschiedlichen Ebenen der Verwaltungen.

Kooperation: darunter versteht man die Kooperation verschiedener Gebiete miteinander, entweder regional, national oder international.

Vernetzung bedeutet, dass die Akteure einer Region sich untereinander vernetzen und/oder sich auch mit Akteuren anderer Regionen vernetzen und austauschen.

Zur Unterstützung der Vernetzung und Kooperation gibt es die Deutsche Vernetzungsstelle, die auch eine Fülle von Informationen zur Verfügung stellt.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Thema http://www.ml.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=34892&_psmand=7

 

Videos zu LEADER der Deutschen Vernetzungsstelle Ländliche Räume DVS

Quelle: www.netzwerk-laendlicher-raum.de/regionen/leader/

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Das Regionalmanagement